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Baptisten, Taufe, Mitarbeit und Gottesdienst

Die Bezeichnung der Gemeindebewegung „Baptisten“ (englisch Baptist: Täufer) ist in der ganzen Welt bekannt. Etwa 90 Prozent der 87.000 Gemeindemitglieder in rund 900 Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden in Deutschland sind Baptisten, die übrigen Angehörige der Brüderbewegung. Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland gehört zur Europäisch Baptistischen Förderation (EBF) und zum Baptistischen Weltbund (BWA), der mit 40 Millionen Mitgliedern und 100 Millionen Angehörigen einer der größten protestantischen Kirchen weltweit ist.

Das Leben in der Gemeinde orientiert sich an der Bibel. Die Mitglieder haben sich im religionsmündigen Alter freiwillig für ein verantwortliches Leben als Christ entschieden und dies durch die Taufe bekräftigt. Immer wenn die Heilige Schrift von einer Taufe berichtet, sind die Menschen zuvor an Jesus Christus gläubig geworden. Erst der Glaube, dann die Taufe, dann die Gemeindemitgliedschaft – dies ist nach unserer Überzeugung die richtige Reihenfolge. Die Kindertaufe wird deshalb nicht praktiziert. Menschen die dennoch an der Gültigkeit ihrer Kindertaufe festhalten, sind in unserer Gemeinde als Freunde herzlich willkommen.

Die Gemeinde orientiert sich an den ersten frühchristlichen Gemeinden, über die die Bibel berichtet. Wer sich zu Jesus Christus bekannte, konnte in der Gemeinschaft mitarbeiten. Dieses auch als „allgemeines Priestertum aller Gläubigen“ bezeichnete Prinzip praktizieren wir. Es gibt deshalb keine Aufgabe, die allein besonderen Amtsträgern vorbehalten wäre. Auch an der Gottesdienstgestaltung – bis hin zur Predigt – können sich ehrenamtliche Mitarbeiter beteiligen. Manche Gemeindemitglieder wissen sich von Gott in den hauptamtlichen Dienst berufen. Sie studieren Theologie und arbeiten dann als Pastorinnen oder Pastor. Dabei tragen sie jedoch keine besondere Amtstracht, etwa einen Talar, wie in anderen Kirchen. Dadurch zeigen sie: Jeder Mensch ist von Gott zum Dienst in der Gemeinde berufen.